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Blockchain und die Immobilienbranche: Alles eine Frage des Vertrauens

Die Euphorie um Bitcoin scheint vorbei zu sein. Was nach all dem Wirbel bleibt, ist eine vielversprechende Technologie, auf der die Kryptowährung basiert: die Blockchain. Doch was kann die Blockchain leisten und warum lohnt es sich, genauer hinzuschauen?

Wunderkette Blockchain

Mit Blockchain sind Transaktionen in Echtzeit möglich – ohne Vermittler und völlig transparent. Jede Transaktion wird in einer stetig wachsenden Liste (Kette) festgehalten. Die Historie der Geschäfte ist dabei für jeden User einsehbar. Und genau das ist der springende Punkt: Diese öffentlichen verifizierten Aufzeichnungen schaffen Sicherheit, Vertrauen und ermöglichen somit neue Geschäftsmodelle – auch in der Immobilienbranche.

So könnte Blockchain dabei helfen, komplizierte Projekte effizienter und schneller umzusetzen, und hat das Potenzial dazu, in unterschiedlichsten Bereichen Anwendung zu finden. In Schweden laufen bereits Testprojekte für den Einsatz der Blockchain-Technologie bei Grundstückskäufen. Neben der Bezahlung oder Finanzierung von Immobilientransaktionen, könnte Blockchain in Zukunft auch im operativen Bereich für Effizienz sorgen. Denkbar ist zum Beispiel ein einfacher und schneller Zugriff auf die Betriebskostenabrechnung für Mieter – online, rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr. Außerdem ist zukünftig eine Automatisierung des gesamten Abrechnungswesens im Energie- und Versorgungsbereich vorstellbar.

Blockchain könnte den erheblichen Aufwand bei der Verwaltung der Immobilien mindern. Werden Geschäfte geplant oder sind Deals abgeschlossen, müssen riesige Mengen an Informationen geprüft werden. Hier könnte die Technologie Abhilfe schaffen. Ob im Bereich Planung, Bau, Sanierung Raumnutzung oder Recycling: Die möglichen Einsatzgebiete sind vielfältig.

Potenziale entdecken und Herausforderungen meistern

Smart-City-Projekte nehmen weltweit an Fahrt auf. In Malaysia entsteht gerade die „Melaka Straits City“ – eine Stadt, in der die Infrastruktur auf der Blockchain-Technologie basieren soll. Von Busan in Südkorea über besonders ambitionierte Pläne wie z. B. „Smart Dubai“ in den Vereinigten Arabischen Emiraten bis hin zum 250 Millionen Dollar teuren Vorhaben des Krypto-Millionärs Jeffrey Berns in Nevada (USA) – die Liste wächst beständig.

Aus einer Pressemitteilung der Immobilien-Transaktionsplattform Blockimmo vom 1. März 2019 geht hervor, dass es in der Schweiz schon möglich ist, Anteile an einer Immobilie über die Blockchain zu finanzieren. Die Schweiz ist heute ein europäischer Hotspot für diverse Anwendungen der Technologie. Allen voran Zug bei Zürich: Dieser Ort wird auch als Crypto-Valley bezeichnet und beheimatet viele Startups, die Blockchain-Projekte umsetzen.

Die Technologie birgt enorme Potenziale. Und obwohl es noch wenige konkrete Projekte gibt, lässt die rapide steigende Zahl der Startups in diesem Bereich erahnen, dass sich die Lage bald verändern wird. Deshalb ist es wichtig die Entwicklung im Auge zu behalten. Denn wer die Herausforderungen und Möglichkeiten kennt, ist in der Lage, Potenziale der Blockchain für das eigene Business zu entdecken, Risiken vorzubeugen und die Zukunft aktiv mitzugestalten.

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